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GEWOFAG_Dantebad_Drohnenaufnahme Foto: Fabian Wolf, Bilderfest

++hoher Vorfertigungsgrad ++niedriges Eigengewicht>> ++ Zugewinn an Nutzfläche ++ präzise Bauteile  ++ just-in-time Lieferung ++ Vermeidung von Bauschäden  ++ zügige Objektvermarktung 

Neuer Wohnraum
durch Parkplatz-Überbauung

Durch die vielfältigen konstruktiven und gestalterischen des modernen Holzbaus gelang es in der Metropole München in einer schwierigen innerstädtischen Situation auch in kurzer Zeit kostengünstigen und wertigen Wohnraum zu schaffen. Von der Idee bis zur Fertigstellung vergingen gerade einmal 12 Monate, davon 6 Monate für die reine Bauzeit. Projekte in vergleichbarer Größe benötigen üblicherweise etwa vier Jahre bis zur Fertigstellung.

Sechs Monate Bauzeit

Über den ambitionierten Terminplan hinaus überrascht das prägnante Objekt durch seinen ungewöhnlichen Standort. Im Rahmen des städtischen Wohnungsbau-Sofortprogramms "Wohnen für Alle" entstanden durch eine Parkplatz-Überbauung 100 neue Wohnungen im Auftrag der städtischen Wohnungsbaugesellschaft GEWOFAG . Eine besondere Herausforderung lag in der engen innerstädtischen Situation, die nur wenig Platz für die Baustelleneinrichtung zuließ. Hier kam nur eine Bauweise mit sehr hohem Vorfertigungsgrad in Frage. Um möglichst viele Parkplätze erhalten zu können, musste eine Lastabtragung des Wohnbaus über eine die Parkplätze überspannende Konstruktion erfolgen. Hier punktete der Baustoff Holz mit seinen konstruktiven Möglichkeiten und seinem vergleichsweise geringen Eigengewicht bei hoher Tragfestigkeit. Von den 111 Stellplätzen, können 107 weitergenutzt werden. 

Überwiegend aus Holz

Das aufgeständerte Gebäude steht auf einer Betonrahmenkonstruktion mit Stahlbetondecke. Darüber befinden sich vier Geschosse in Holzmodulbauweise, bestehend aus vorgefertigten Wand-, Decken- und Fassadenelementen Insgesamt verfügt das Gebäude über 5 Geschosse einschließlich der Parkplätze. Von besonderer Qualität ist die hölzerne Dachterrasse mit Hochbeeten und Pergola, die den Bewohnern zur gemeinschaftlichen Nutzung dient.

Der Bau ist zum großen Teil aus Holz. Auch die Wohnungstrennwände sowie die Treppenhäuser bestehen aus Massivholz. Die Brettsperrholz-Deckenelemente wurden ebenfalls vorinstalliert auf die Baustelle gebracht und an der Unterseite sichtbar belassen.

 

Dantebad; Quelle: Roland Weegen
Dantebad Südansicht; Quelle: Roland Weegen

Zugewinn an Wohnqualität

Die große Herausforderung im kommunalen bzw. geförderten Wohnungsbau stellt u. a. die Sicherstellung der architektonischen Qualität bei zugleich engem Kosten- und Zeitrahmen dar. Um den Bewohnern, im Rahmen des Projektbudgets, eine möglichst hohe Wohnqualität zu ermöglichen, wurde der Materialität besondere Bedeutung beigemessen.

 Es handelte sich hierbei um ein Pilotprojekt, welches als Prototyp für die Errichtung von insgesamt 3000 neuen Wohnungen dienen soll. Die positiven Erfahrungen aller Projektbeteiligten, aber auch das schnelle Handeln der Verwaltung sowie die raschen Fortschritte im Genehmigungsverfahren trugen neben der Entscheidung für das richtige Baumaterial zum Gelingen des Projektes bei. Der zuständige Architekt betonte, dass die gewählte Konstruktion und Typologie, die Vorteile des Baustoffs Holz und der hohe Vorfertigungsgrad die Einhaltung des Zeitplans ermöglicht haben.

Wertvolle Quartierserweiterung 

Das Pilotprojekt Dantebad steht beispielhaft für die Möglichkeiten des modernen Holzbaus bei der Gewinnung von neuem und bezahlbarem Wohnraum durch wertvolle Quartierserweiterungen, die sich nicht nur wie selbstverständlich in das urbane Umfeld einfügen, sondern auch zu dessen Bereicherung beitragen.

Dantebad Dachgarten; Quelle: Fabian Wolf, Bilderfest

Objektreportage: Pilotprojekt am Dantebad, München

Projektdaten im Überblick:

Bauherr/in:
GEWOFAG Holding GmbH, München

Architektur:
Florian Nagler Architekten GmbH, München

Freiraumplanung:
terra.nova Landschaftsarchitektur, München

Tragwerksplaner/Holzbau:
Ingenieurbüro Franz Mitter-Mang, Waldkraiburg

Generalunternehmen und Bauleitung:
B&O Wohnungswirtschaft GmbH Bayern, Bad Aibing

Bauzeit:
Juni bis Dezember 2016

Anzahl der Wohnungen: 100

Wohnfläche insg.: 3.615 m2

Baukosten brutto (KG 300 + KG 400):
2.004 € /m2 (WF)

Nettokaltmiete: 5,75 – 9,40 € /m2

Primärenergiebedarf:
10,59 kWh/(m2a)

Spez. Transmissionswärmeverlust:
0,418 W/(m2 K)

Endenergiebedarf:
66,33 kWh/(m2a)

Energieversorgung:
Fernwärme

Auszeichnungen:
Bauherrenpreis 2018
Deutscher Städtebaupreis 2018 Belobigung für das Münchner Bündnis „Wohnen für Alle"

Weitere Projekte

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OBI-Markt St. Lorenzen

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