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Hotel Jakarta Amsterdam: Hybrider Holzmodulbau (Foto: Derix Gruppe)
Ein Baustoff in Serie

Holzmodulbau

Der Holzbau hat sich in den letzten zehn Jahren rasant entwickelt. Einst Nischenprodukt im Wohnungsbau gaben neue Werkstoffe aus Holz den Impuls, große Spannweiten im Industrie- und Gewerbebau zu überbrücken und erste Holz-Hochhäuser zu realisieren. Dem Baustoff scheinen kaum noch Grenzen gesetzt. Insbesondere der Markteintritt von Brettsperrholz, die Weiterentwicklung des Brettschichtholzes und die Entwicklung innovativer Verbindungen haben zu diesem Siegeszug beigetragen. Besonders beim elementierten Bauen, wie dem Holzmodulbau besteht großes Wachstumspotential. 

Holz, prädestiniert für den Modulbau

Dem Baustoff scheinen kaum noch Grenzen gesetzt. Ein entscheidender Vorteil des Holzbaus ist die Vorfertigung der Bauteile im Werk. Dort entstehen einzelne hochpräzise geschnittene Elemente auf großen Fertigungsstraßen teils vollautomatisch computergesteuert. Die Maßtoleranzen sind viel geringer als sonst im Baubereich üblich. Das eröffnet insbesondere dem Modulbau, bei dem sich die Bauelemente letztendlich auf der Baustelle perfekt ineinanderfügen sollen, ganz neue Möglichkeiten. So werden im Werk ganze Raummodule vorproduziert, die dann millimetergenau auf der Baustelle zusammengefügt werden – in atemberaubender Geschwindigkeit.

Innerhalb kurzer Zeit entstehen so ökologisch wertvolle, große Bauprojekte, z. B. beim urbanen Wohnungsbau. Ihre Lebensdauer steht der anderer Baustoffe in Nichts nach.  Aus konstruktiver Sicht gibt es unterschiedliche Ansätze des Modulbaus: So kann die Tragstruktur konventionell in Massivbauweise errichtet werden und die fertigen Holzmodule werden später in diese eingeschoben oder auf einer massiven Tragstruktur übereinander gestapelt: Die Holzmodule können bei niedrigeren Gebäuden mit entsprechenden statischen Konzepten auch selbst die Gebäudelast abtragen.

Für kaum etwas eignet sich die Modulbauweise so gut wie für ein Studentenwohnheim. Das Woodie in Hamburg bietet 371 standardisierte Wohneinheiten, die alle einmal durch die Republik reisten, bevor sie an ihrem Bestimmungsort ankamen. Es ist derzeit das größte Wohnbauprojekt in Modulbauweise. (Foto: Holzbaupreis 2019 © Götz Wrage)
Der Josefshof am Stadtrand von Graz ist eine Gesundheitseinrichtung mit vielen Gästezimmern. Um eine sparsame und wirtschaftliche Bauweise zu verfolgen, entschied man sich für eine massive Tragstruktur kombiniert mit Holzmodulen aus Brettsperrholz. (Foto: © pierer.net)

Vorteile der Holzmodulbauweise

Ein großes Gebäude, bestehend aus vielen einzelnen Modulen. Zusammengesetzt bilden sie eine Einheit. Das zeichnet den Modulbau aus. Soll das Objekt besonders hochwertig sein, tritt Holz als perfekter Baustoff auf den Plan, denn das Holz und die Modulbauweise sind ein starkes Team:

Wiederholung beliebig möglich: 
Einmal geplant, ist ein Modul immer wieder reproduzierbar. Die Serienfertigung senkt die Projektkosten.

Präzise Planung: 
Dem Bau der Module geht eine umfassende und detaillierte Planung voraus. Das minimiert Fehlerquellen und Abstimmungsprobleme.

Hohe Projektsicherheit: 
Die Module werden im Werk vorgefertigt – trocken und termintreu. Das garantiert gleichbleibende Qualität und Kostensicherheit. Das Bauvorhaben wird so exakt kalkulierbar.

Kürzere Bauzeit: 
Der Baustellenlärm wird deutlich reduziert und die Bauzeit verkürzt sich. Während auf der Baustelle alle baulichen Vorbereitungen getroffen werden, sind die Module im Werk schon in Produktion.

Nachhaltig Bauen:
Die modulare Holzbauweise ermöglicht nachhaltiges und energieeffizientes Bauen und die Speicherung großer Mengen CO2.

Sofort wetterfest:
Der komplette Baukörper ist in wenigen Tagen aufgestellt, wetterfest und schnell bewohnbar. Die Fassade kann ab Werk oder auf der Baustelle montiert werden.

Komplett ausgebaut:
Je nach geplanter Ausbaustufe wir das Modul inklusive aller Installationen und komplett ausgebaut auf die Baustelle geliefert – auf Wunsch geht das sogar fertig möbliert.

Hoher Komfort:
Raummodule aus Holz strahlen eine hohe Behaglichkeit und Aufenthaltsqualität aus. Die guten Dämmeigenschaften von Holzwerkstoffen zahlen auf die thermischen Fähigkeiten des Baus ein. Die hochwertige Gebäudehülle wirkt sich positiv auf die Betriebskosten aus.

Zusätzlicher Raumgewinn
Holzbauteile benötigen weniger Raum als die Massivbauweise – für das Gebäude bedeutet das zusätzlichen Raumgewinn und eine höhere Wirtschaftlichkeit. Gebäude aus Holzbaumodulen lassen sich zu einem späteren Zeitpunkt meist unproblematisch aufstocken.

>>> Mehr Informationen

Nachhaltig, umnutzbar und qualitativ hochwertig - mit einer durchdachten Modullösung dem drängenden Wohnungsbedarf begegnen. Ganz flexibel und auf den Bedarf der Bewohner ausgerichtet ist das Aktivhaus 700. Die Bauherren entschieden sich bewusst gegen billige Containerlösungen zugunsten des langfristig nutzbaren, flexiblen Wohnraums. (Foto: Deutscher Holzbaupreis 2017 © Zooey Braun)
Mit Blick auf das Wasser kann man im Hotel Jakarta in Amsterdam übernachten. Das Gebäude wurde als Holz-Hybridbau in Modulbauweise erstellt und hat die außergewöhnliche Form eines Kuchenstücks. (Foto: Derix Gruppe)

Polizeihochschule aus 120 Holzmodulen

Holzmodulbau - für viele Zwecke geeignet

Aus Holzbaumodulen lässt sich fast alles bauen. Zwar sind den Abmessungen eines einzelnen Moduls aufgrund des Transports zur Baustelle Grenzen gesetzt, doch auch mehrere Module zusammen können einen Raum ergeben. Eine modulare Bauweise bedeutet aber nicht, dass mit Holzmodulen nur langweilige und eintönige Objekte entstehen.

Die Varianten der architektonischen Gestaltung und der Nutzung sind vielfältig. Auch der Fassadengestaltung sind keine Grenzen gesetzt – von Holz, über Glas, Metall oder Putz bis zu Fassadenplatten aus anderen Werkstoffen ist alles möglich. 

 

Holzmodule eignen sich gut als hochwertiger Schulraum. Die Europäische Schule Frankfurt setzte zum Wohl der Kinder auf die modulare, industriell vorgefertigte Holzkonstruktion. (Foto: Holzbaupreis 2017 © Thomas Mayer)
Das Landeskrankenhaus Graz setzte für seinen Anbau auf Holzmodule. Die kurze Bauzeit von nur 6 Monaten und die leichte Versetzbarkeit des Gebäudes gaben den Ausschlag. (Foto: Paul Ott fotografiert)

Holzmodulbau mit Brettsperrholz

Brettsperrholz (BSP oder X-Lam) ist ein massives flächiges Holzprodukt. Die Fertigung von Brettsperrholz lässt einen besonders hohen Vorfertigungsgrad zu, der bis zum Abbund mit eingefrästen Fenster- und Türöffnungen, vorinstallierten Leitungen und endbehandelten Sichtoberflächen reichen kann. 

Brettsperrholz lässt sich in sehr großen Abmessungen produzieren und ist daher für die Herstellung tragender und zugleich raumbildender Bauteile wie Wand-, Dach- und Deckentafeln geeignet. 

Brettsperrholz eignet sich besonders gut im mehrgeschossigen Wohnungs- und Verwaltungsbau. 

Ausgewählte Beispiele zum Holzmodulbau

Das LKH Graz hat sich für ein zweites Krankenhaus in Holzbauweise entschieden. Nach nur 10 Monaten Bauzeit wird es an die Patienten und Mitarbeiter auf dem Gelände Süd-West übergeben. 



Holzmodulbau im Gesundheitsbereich

Auf dem obersten Pardeck des Berliner Ring-Centers befindet sich das weltweit erste Holz-Modul-Hotel auf einem Parkhaus. Im Sinne einer zukunftsorientierten Stadtentwicklung, verbindet das "Skypark-Hotelkonzept" urbane Nachverdichtung mit einer nachhaltigen Bauweise. 



Parkplatzaufstockung mit Holzmodulen

Nachhaltig, umnutzbar und qualitativ hochwertig zeigt das Aktivhaus, wie eine durchdachte Modullösung dem drängenden Wohnungsbedarf begegnen kann.



Aktivhaus Serie 700 - DHP 2017 - Preis

 Mit Holzmodulen zu hochwertigem Schulraum Die Europäische Schule Frankfurt setzte zum Wohl der Kinder auf die modulare, industriell vorgefertigte Holzkonstruktion.



Europäische Schule Frankfurt - DHP 2017 - Anerkennung

Mit 6-monatiger Bauzeit zu neuem und hochwertigem Wohnraum in München. Im Rahmen des städtischen Wohnungsbau-Sofortprogramms "Wohnen für Alle" entstanden durch eine Parkplatz-Überbauung 100 neue Wohnungen im Auftrag der städtischen Wohnungsbaugesellschaft GEWOFAG . 



Parkplatzüberbauung Dantebad, München

Das Landeskrankenhaus Graz setzte für seinen Anbau auf Holzmodule. Die kurze Bauzeit von nur 6 Monaten und die leichte Versetzbarkeit des Gebäudes gaben den Ausschlag. (© paul ott fotografiert)



Holzkrankenhaus LKH Graz

Sachsens erste Schule in Holzmodulbauweise in Kombination mit Building Information Modeling (BIM) und Industrie 4.0. in höchster Ausführungsqualität und in nur einem Jahr Bauzeit. 



osblp – erste Schule in Holzbauweise in Sachsen